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Gestaltung von Lebensräumen?

Der reale RAUM war und bleibt ein zentraler Parameter der sozialen und technischen Entwicklung in unserer Zeit. Moderne Kommunikations- und Informationsmedien schaffen zwar virtuelle Welten, aber jeder weltweit kommunizierende Mensch findet sich am Ende doch an bestimmbaren Orten wieder, in realen Räumen, auf die er Anspruch erheben, deren Qualitäten er messen und deren Verbesserung er einfordern kann: seine Lebensräume.

Deren GESTALTUNG ist im umfassenden Sinne zu verstehen: Nicht allein die architektonischen Entwürfe und ihre ingenieurtechnische Umsetzung, sondern auch die planerischen Entwicklungskonzepte für urbane, peri- oder suburbane und landschaftliche Räume und die Projekte der städtischen und regionalen Infrastruktur gestalten unsere Lebensräume. Außerdem gestaltet auch die forschende Analyse und Interpretation des überkommenen Zustandes der urbanen und landschaftlichen Räume Lebenswelten, indem sie ihre mögliche gesellschaftliche Inwertsetzung als Erbe und identitätsbildender Faktor in der Gesellschaft betreibt.

Fragestellungen der Gestaltung von Lebensräumen sind zumeist Querschnittsfragen, die Antworten von verschiedenen Disziplinen erfordern. Zur Generierung von Wissen über die Auswirkungen der  ökologischen, ökonomischen, sozialen und technologischen Entwicklungen sowie der gestalterischen Methoden in hochkomplexen räumlichen Zusammenhängen müssen Natur-, Geistes-, Sozial-, Planungs- und Technikwissenschaften folglich inter- und transdisziplinär zusammenwirken.

Einerseits aus den verschiedenen fachdisziplinären Zugängen zu Raum und Gestaltung, andererseits aus den jeweils im Fokus stehenden Fragen zu Prozessen, Dynamiken und Konstruktionen ergibt sich Bedarf an Grundlagenforschung. Daneben spielt die anwendungsbezogene Forschung eine besondere Rolle:

Denn die Gestaltung von Lebensräumen ist ein gesellschaftlich hoch relevantes Forschungsfeld und wird im Zuge der wachsenden Bedeutung existentieller räumlicher Probleme und Aufgaben weiter an Gewicht gewinnen. Sie erstreckt sich vom globalen Maßstab zum Beispiel bei Fragen des Umgangs mit den Ursachen und Folgen des Klimawandels bis zum kleinteiligen, lokalen Maßstab bei Fragen konstruktiver baulicher Details oder der Bauforschung. Das Zukunftsfeld umfasst zudem die dritte Dimension auch über die gebaute Umwelt hinaus in Fragen zum Beispiel des Stadtklimas bzw. der Erdbebensicherheit sowie die vierte Dimension in Fragen z. B. der Raumzeitforschung. Die künftige Gestaltung der Lebensräume ist sowohl in den Industrieländern mit den drängenden Fragen des Erhalts und der Weiterentwicklung von Lebensqualität, Funktions- und Wettbewerbsfähigkeit der Städte und Regionen von zentraler Bedeutung wie in den Schwellen- und Entwicklungsländern, in denen Wachstum, Urbanisierung, Industrialisierung etc. entscheidende räumliche Aufgaben stellen. Hierfür bildet auch die historische, kunst- und kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit der räumlichen Entwicklung und Gestaltung einen unverzichtbaren Bestandteil. Der hohen gesellschaftlichen und praktischen Relevanz des Zukunftsfeldes Gestaltung von Lebensräumen entsprechend sind somit viele Fragestellungen von einer deutlichen Anwendungsorientierung geprägt.

Unser Ansatz

Topographische, ökologische, soziale, kulturelle und technische Bedingungen menschlichen Lebens und Handelns, deren Interdependenz kaum bestreitbar, aber bislang wenig untersucht ist, werden im zentralen Parameter des Raumes zusammengeführt. Diese Sichtweise ist bislang im wissenschaftlichen Diskurs kaum präsent.

Das Innovationszentrum nimmt „Lebensräume“ und deren Gestaltung ganzheitlich in den Blick. Es hat einen umfassenden Zugang zu den vorgefundenen, erforschbaren und gestaltbaren Aspekten der gebauten und ungebauten Umwelt.

Das IGL wird einen national wie international spezifischen Ansatz für die Forschungszusammenarbeit in den raumbezogenen Wissenschaften und insbesondere den Planungswissenschaften etablieren. Er umfasst sowohl die Planung, die Konstruktion und das Entwerfen als auch die Analyse der sozialen, kulturellen, technischen, ökonomischen und ökologischen Entwicklungen mit ihrem Raumbezug. Kern des Ansatzes ist die Initiierung eines strukturierten inter- und transdisziplinären Kommunikations- und Forschungsprozesses.

Unsere Mission

Das IZ GvL vernetzt, bündelt und strukturiert die vorhandenen umfangreichen Kompetenzen der raumbezogenen Forschung an der TU Berlin. Es initiiert neue Forschungsthemen und -kooperationen und steigert die Sichtbarkeit der raumbezogenen Forschungsaktivitäten der TU Berlin im nationalen und internationalen Kontext. Die im Innovationszentrum initiierten Verbundforschungsprojekte tragen entscheidend zur Weiterentwicklung der interdisziplinären raumbezogenen Forschung wie auch der interdisziplinären Ansätze in den beteiligten Fachdisziplinen bei.

Unsere Prinzipien

  • Zukunftsorientierung: Das IZ GvL ist ein „Labor“ für Zukunftsfragen und fokussiert auf Themen von „morgen“ und „übermorgen“.
  • Präkompetititve Themen: Im IZ GvL werden vorrangig Probleme identifiziert und bearbeitet, die noch nicht Gegenstand kommerzieller Politik- und Unternehmensberatung sind.
  • Interdisziplinarität: Im IZ GvL kooperieren die für die räumlichen Zukunftsfragen einschlägigen Disziplinen.
  • Transdisziplinarität: Das IZ GvL baut die systematische Kooperation zwischen Wissenschaft und gesellschaftlichen Formationen (Unternehmen, NGOs etc.) aus. Ziel ist die gemeinsame Identifikation und Bearbeitung von Zukunftsproblemen.
  • Transfer-Orientierung: Transfer zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis impliziert in der Arbeit des IZ GvL bereits die angestrebte gemeinsame Identifikation der relevanten Zukunftsthemen.
  • Experimentelle Arbeitsformen: Das IZ GvL strebt in der konkreten Arbeit verstärkt experimentelle Arbeitsformen an.
  • Internationalität: Das IZ GvL ist regional, national und international vernetzt.
  • Nachwuchsförderung: Das IZ GvL bindet Nachwuchswissenschaftler/innen gezielt und an verantwortlicher Stelle ein.

Unsere Struktur

Das IZ GvL konstituiert sich inhaltlich und organisatorisch aus zunächst sieben interdisziplinären, hoch innovativen Forschungsclustern, die die ganze Breite des Zukunftsfeld der Gestaltung von Lebensräumen repräsentieren. Daneben sollen weitere, weit gediehene Initiativen und erfolgreiche Forschungsaktivitäten an der TU Berlin inhaltlich und strukturell in das IZ GvL integriert werden.

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