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TU Berlin

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Urbaner Metabolismus – Sustainable Urban Transfair

Lupe [1]

Die Zukunft und Funktionsfähigkeit von Städten entscheidet sich an deren Umlandbeziehungen. Austauschprozesse zwischen der Stadt und dem Umland, insbesondere bezogen auf Umwelt-, Landschafts-, Ressourcen- und soziale Aspekte (wie Arbeits-, Wohn- und Freizeitbeziehungen, Pendlerverflechtungen) werden weltweit künftig das Wachstum von Städten bestimmen, oder gar limitierende Faktoren für die städtische Entwicklung darstellen. In den meisten Stadt-Umland-Beziehungen weltweit müssen die Wechselwirkungen zwischen weniger verdichteten Peripherien und hochverdichtetem städtischen Bereich auf eine neue, ausgewogene und damit faire, dem Ausgleich zwischen Stadt und Umland, in beiden Richtungen verpflichtete Basis im Sinne nachhaltiger Entwicklung gestellt werden. Das Forschungscluster soll deshalb einen Beitrag in der Auseinander-setzung mit den und in der Definition der urban-ländlichen ‚Stoffflüsse’ und zu einem neu zu definierenden ‚Sustainable Urban Transfair’ leisten.

Ausgehend hiervon werden für das Forschungscluster folgende Thesen formuliert:

  1. Die heutigen Stadt-Umland-Beziehungen sind nicht nachhaltig.
  2. Es gibt verschiedene Modelle von Stadt-Umland-Beziehungen mit unterschiedlichen Nachhaltigkeitsbilanzen.
  3. Die Wechselwirkungen der unterschiedlichen Stoffflüsse und Beziehungsformen sind wesentlich für eine Steuerung in Richtung nachhaltiger Stadt-Umland-Beziehungen.

Dies soll u. a. geschehen durch:

  • Vorbereitung und Beantragung von mindestens drei Forschungsprojekte im Rahmen der Förderprogramme des BMBF, des BMU, des BMVBS, der DBU und/ oder des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU
  • Vorbereitung und Beantragung eines gemeinsamen DFG-Projekts.

Zielstellung

Zielstellung des Forschungsclusters ist die (Weiter-) Entwicklung der:

  • Analyse ausgewählter Stadt-Land-Beziehungen und –Stoffflüsse,
  • Bewertung der Austauschbeziehungen aus der Perspektive nachhaltiger Entwicklung,
  • Recherche und Zusammenführung von Instrumenten der Steuerung oder Regulierung,
  • Erprobung von Instrumenten sowie
  • Übertragbarkeit von Ansätzen.

Forschungsprojekte

"Die Solidarische Stadt. Genossenschaftliche Handlungsmöglichkeiten in Zeiten des Klimawandels"

Das Forschungsprojekt über solidarisches Handeln für den Klimaschutz startete Anfang August 2010, federführend angesiedelt am Zentrum Technik und Gesellschaft [2] der Technischen Universität Berlin. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 650.000 Euro im Rahmen des Förderschwerpunkts "Sozial-ökologische Forschung" [3].

Wie entwickeln sich aus Beziehungen zwischen Einzelnen kollektive Handlungsstrategien? Im Zentrum der Analyse stehen die Stadt und ihre Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren genossenschaftlichen Handlungsmöglichkeiten für den Klimaschutz. Es werden unterschiedliche Genossenschaften als Beispiele solidarischen Handelns in den Blick genommen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wählen solche aus, die auf eine Verantwortungsübernahme setzen, die sowohl wirtschaftlich tragfähig wie auch solidarisch ist.

"Beim gemeinsamen Handeln der Genossenschaftsmitglieder steht nicht die Zielerreichung, sondern das Miteinander im Vordergrund. Das Motto der Genossenschaften lautet in dieser Hinsicht 'Gemeinsam sind wir stark'", erläutert Dr. Heike Walk, die mit Dr. Carolin Schröder das neue Forschungsprojekt leitet.

Hauptthese des Forschungsprojekts ist, dass Genossenschaften vielfältige Zukunftsoptionen für verstärkte Klimaschutzaktivitäten in Städten bieten. Mit dem Forschungsprojekt werden Erkenntnisse über die Bedeutung solidarischer Gruppenbeziehungen und Formen kollektiven Handelns für gesellschaftliche Lern- und Emanzipationsprozesse erarbeitet. Es soll aber auch die Diskussionen um lokale Solidarität und Gerechtigkeit im Kontext der Klimadebatte neu anstoßen.

Nicht zuletzt wird mit der Genderperspektive als Querschnittsthema gezeigt, dass Forschung innovationsfähiger wird und an Qualität gewinnt, wenn Genderdimensionen einbezogen werden. Sie wird in das gesamte Forschungsdesign integriert und es wird beispielsweise gefragt: Wie hoch ist der Frauenanteil bei den Mitgliedern, den Diskussionsforen, den Gremien, dem Vorstand? Werden spezielle Informationen, Beratungen, Trainings für Frauen und Männer angeboten?

Neben dem Zentrum Technik und Gesellschaft sind noch zwei weitere Bereiche der TU Berlin an dem Projekt beteiligt: Die Vizepräsidentin der TU Berlin Dr. Gabriele Wendorf sowie die Gender-Expertinnen Dr. Claudia Neusüß (Gastprofessorin für Gender und Diversity der Fakultät VII Wirtschaft und Management) und ihre Kollegin Dr. Gabriele Schambach. Außerdem arbeiten in diesem Projekt das außeruniversitäre Berliner Institut nexus, das Institut für Genossenschaftswesen an der Martin-Luther-Universität Halle und die Berliner Klimaberaterin Gotelind Alber mit.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dr. Heike Walk, Zentrum Technik und Gesellschaft an der TU Berlin, Tel.: 030/ 314-23665, E-Mail: walk@ztg.tu-berlin.de [4] oder Dr. Carolin Schröder, c.schroeder@ztg.tu-berlin.de [5]

 

"Energieatlas Berlin"

Energieatlas – Die Stadtregion Berlin als Testfeld für die Entwicklung und Einführung eines Werkzeuges zur Infrastrukturplanung (Energie und Wasser) für CO2-reduzierte Städte.

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"Neighborhood-Demonstrator"

Im Projekt Neighborhood-Demononstrator wird das im Energy Atlas Berlin [7] entwickelte Tool getestet und weiterentwickelt. Die Testgebiete befinden sich in Berlin, Brandenburg und London. Unter Leitung von Dr.-Ing. Wulf-Holger Arndt [8] wird das Modul "Energy Consumption and Traffic Flows" getestet. Dabei werden Zusammenhänge zwischen Flächennutzung, Siedlungsstruktur und Energieverbrauch aufgezeigt und Emissionen berechnet.

weitere Informationen... [9]

 

"ELaN – Entwicklung eines integrierten Landmanagements durch nachhaltige Wasser- und Stoffnutzung in Nordostdeutschland"

ELaN koppelt technologische Innovationen im Bereich Wasser- und Nährstoffmanagement mit organisatorischen Innovationen für ein nachhaltiges Landmanagement. Neben der Klärung der politisch-rechtlichen Voraussetzungen für die Ausbringung von gereinigtem Abwasser liegt ein Schwerpunkt in der Stärkung regionaler Wertschöpfung.

weitere Informationen... [10]

Lupe [11]

Sprecherin / Speaker

Prof. Dr. Dr. Martina Schäfer
Zentrum Technik und Gesellschaft
Sekr. HBS 1
Hardenbergstraße 16-18
D-10623 Berlin
+49 (0)30 314-268 54
+49 (0)30 314-269 17
schaefer@ztg.tu-berlin.de [12]
Webseite [13]
Lupe [14]

Stellvertreter / Deputy

Dr.-Ing. Wulf-Holger Arndt
Zentrum Technik und Gesellschaft
Sekr. HBS 1
Hardenbergstraße 16-18
D-10623 Berlin
+49 (0)30 314-252 30
+49 (0)30 314-269 17
wulf-holger.arndt@tu-berlin.de [15]
Webseite [16]
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