TU Berlin

IZ Gestaltung von Lebensräumen   Umweltplanerische Anpassungen an die Landnutzungsfolgen des globalen Wandels

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Umweltplanerische Anpassungen an die Landnutzungsfolgen des globalen Wandels

Die Rahmenbedingungen der Landnutzung ändern sich infolge politisch-ökonomischer sowie demografischer und sozialer Veränderungen ebenso wie aufgrund des Klimawandels. Dies führt zu qualitativen und quantitativen Änderungen der Landnutzungen, die auf die Umwelt vornehmlich belastend, z.T. aber auch entlastend, wirken können. Konkurrenzen zwischen verschiedenen Landnutzungsformen nehmen zu, wie z.B. zwischen Nahrungsmittelanbau, erneuerbaren Energien und Naturschutz.  Gegenstand des Forschungsclusters sind vor diesem Hintergrund die Gestaltungsspielräume, die für eine umweltschonende und nachhaltige Landnutzung gegeben sind bzw. geschaffen und genutzt werden müssen.

Einerseits wurden eine Reihe ökologischer Ziele der Landnutzung (z. B. Erhalt der Biodiversität, Minderung des Flächenverbrauches, Schaffung von Retentionsräumen an und Renaturierung von Flüssen, nachhaltige räumliche Steuerung der Entwicklung regenerativer Energien) bislang weder national noch global erreicht. Andererseits werden die Auswirkungen der geschilderten Veränderungsprozesse sowie mögliche Anpassungsoptionen an sie diskutiert, eine integrierte Sichtweise solcher Anpassungsstrategien und die Berücksichtigung eines entsprechend breiten Zielkataloges steht jedoch erst am Anfang.

Da die Auswirkungen und die Anpassungsstrategien an neue Anforderungen regional deutlich variieren, besteht die Notwendigkeit, Strategien der Umweltplanung auf unterschiedlichen Skalen (Flusseinzugsgebiete, regionale Planungsräume, Agrarräume etc.) zu entwickeln. Die hierfür erforderlichen Methoden der Wirkungsanalyse und der Bewertung von Anpassungsstrategien liegen als einzelne Bausteine vor und werden auf sektorale Fragestellungen angewendet. Sie bedürfen aber der Weiterentwicklung im Sinne eines Integrated Assessments.

Zielstellung

1. (Weiter-) Entwicklung

  • von interdisziplinären umweltplanerischen Methoden zur Abschätzung von Gestaltungsmöglichkeiten und Anpassungsstrategien an die Landnutzungsfolgen des globalen Wandels. Hierbei spielen Wirkungsanalysen von Maßnahmen zur Erreichung multipler, teilweise konfligierender Ziele eine besondere Rolle.
  • der integrierten Bewertung dieser Anpassungsstrategien sowie
  • der hierfür bedeutsamen Governance-Strukturen.


2. Systematischer Ausbau der Wahrnehmung der TU Berlin in der Diskussion um Anpassungsstrategien im Kontext des Klimawandels auf nationaler und internationaler Ebene

3. gezielte Vernetzung der relevanten Kompetenzen inner- und außerhalb der TU Berlin

4. Auf- und Ausbau von Erfahrungen in der integrierten Analyse und Bewertung mit der Vorbereitung und Antragstellung einer Reihe von einschlägigen Forschungsprojekten. Parallel dazu sollen gestärkt werden:

  • Nachwuchsförderung,
  • DFG-Antragsfähigkeit zur Thematik des Forschungsclusters.

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